Hotel Bellerive abgebrannt!
Das traditionell besuchte und beliebtes
Hotel Bellerive ist am 26. Januar 2003 abgebrannt.
Anzeiger von Saanen
Grossbrand zerstört Hotel Bellerive
Nach einem Brand im Hotel «Bellerive» in Gstaad mussten am frühen
Sonntagmorgen insgesamt 25 Personen hospitalisiert oder in ärztliche Kontrolle
gebracht werden. Bewohner des angrenzenden Hauses wurden evakuiert. Der Sachschaden
wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt.
Zwei Personen verletzt, 23 weitere vorübergehend hospitalisiert Das Feuer
wurde kurz vor 06.30 Uhr entdeckt. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden
sich mehrere Angestellte und Gäste im Hotel. Sie konnten sich rechtzeitig
in Sicherheit bringen. Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen und
mussten in Spitalpflege gebracht werden. 23 weitere Personen mussten sich mit
Verdacht auf Raucheinwirkung in ärztliche Kontrolle begeben. Laut Aussage
von Regierungsstatthalter Michael Teuscher konnten in der Zwischenzeit sämtliche
Personen das Spital wieder verlassen. Den rund hundert Angehörigen der
Feuerwehr Saanen (Löschzüge Gstaad und Saanen) gelang es, ein Übergreifen
des Feuers auf ein Nachbargebäude zu verhindern. Die Bewohner dieses Hauses
mussten evakuiert werden. Nach gut zwei Stunden hatten die Löschkräfte
das Schadenfeuer unter Kontrolle. Nebst der Rega und mehreren Ambulanzteams
standen auch 12 Angehörige des Samaritervereins Saanenland im Einsatz.
Der Verkehr wurde im Bereich des Schadenplatzes durch Angehörige der Gemeindepolizei
Saanen umgeleitet. Die Brandursache ist noch nicht geklärt und Gegenstand
der eingeleiteten Ermittlungen. *** Die Feuerwehren Saanen und Gstaad wurden
um 6.26 Uhr durch den automatischen Brandalarm aufgeboten. Yvonne Brand, Nachbarin
beim Hotel Bellerive, wollte am frühen Morgen mit den Hunden spazieren
gehen und bemerkte als Erste den Feuerausbruch, der sich hinten im Untergeschoss
ausserhalb des Gebäudes entfacht hatte. Sie alarmierte mit ihrem Mann sofort
die Feuerwehr, die Nachbarn und Hausbewohner. Zum Glück konnten sich sämtliche
Personen, die sich im Bellerive befanden, über die Treppe und über
die Feuerleitern – unter Mithilfe der herbeieilenden Nachbarn –
frühzeitig genug retten. Als die Wehrdienste auf dem Schadenplatz eintrafen,
war das Hotel bereits in Vollbrand und es war nicht mehr möglich, über
die Treppen ins Haus zu gelangen. Nach etwa einer Stunde war das Feuer unter
Kontrolle. Hauptaugenmerk legten die Wehrdienste auf den Schutz des benachbarten
Gebäudes. Dazu wurden zwei Hydroschilder, wie Feuerwehrkommandant Albert
Bach informierte, aufgestellt und von zwei Motorenspritzen gespiesen. Das Wasser
konnte der Saane entnommen werden. Die Hitzeentwicklung war sehr gross und die
Balkongeländer des Nachbarhauses wurden angebrannt. Der Zwischentrakt,
in dem sich ein Saal befindet, brannte völlig aus. Mehrere Gasflaschen,
die sich in der Nähe des Brandherdes befanden, explodierten und begünstigten
ein Ausbreiten des Feuers. Wegen des Feuers im Bellerive musste die MOB-Linie
kurz unterbrochen werden. Die Gebäudeversicherung und der Brandfahnder
werden nun beraten, wie es genau mit dem ausgebrannten Bellerive weitergehen
wird. Das ausgebrannte Haus konnte bis Montag noch nicht betreten werden und
die Brandwache musste durchgehend bis spätestens am Montagnachmittag (momentane
Info der Redaktion) aufrechterhalten werden. Gelobt wurde von verschiedenen
Seiten inbesondere das ruhige Vorgehen der Wehrdienste. Nirgends wurde Hektik
verspürt. An dieser Stelle ein Dankeschön allen, die in irgendeiner
Form mitgeholfen haben, diesen grossen Brandfall zu meistern! Mehrere Obdachlose
Durch den Brandfall wurden eine fünfköpfige Familie sowie weitere
Einzelpersonen obdachlos und verloren ihr Hab und Gut. Gemeinderätin Brigitte
Zahnd, Präsidentin der Sozialkommission, war vor Ort intensiv unterwegs,
um zusammen mit den Sozialdiensten der Gemeinde Saanen für Notunterkünfte
für diejenigen, die weder bei Angehörigen noch bei Freunden und Bekannten
unterkommen konnten, zu sorgen. Gemäss Auskunft des Sozialdienstes konnte
für alle Betroffenen eine Lösung gefunden werden. So konnte z.B. die
Familie einen Container in der Mettlen beziehen, drei jüngere Personen
können bis am Samstag im Sportmotel Rütti verbleiben. Der Frauenverein
Saanen und die Heilsarmee unterstützten die Notleidenden mit Verpflegung,
mit Kleidern und Schuhen, denn einigen blieb nur gerade das, was sie am Körper
trugen. Im Einverständnis mit der Sozialkommission wurden die Betroffenen
wenn nötig auch mit Bargeld versorgt. Schwer wiegt für die Betroffenen
der Verlust von privaten Gegenständen, Büchern, Fotoalben, Erinnerungsstücken
usw., diese lassen sich nicht ersetzen. pkb/fm/awm
Berner Oberland News
Sonntag, 26. Januar 2003
Verletzte und Millionenschaden bei Hotelbrand in Gstaad
pkb/S. Nach einem Brand im Hotel «Bellerive» in Gstaad haben am Sonntagmorgen insgesamt 25 Personen hospitalisiert oder in ärztliche Kontrolle gebracht werden müssen. Bewohner eines Hauses wurden laut einer Medienmitteilung evakuiert: «Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt.»
Das Feuer wurde nach Angaben des Regierungsstatthalters des Amtsbezirks Saanen am Sonntagmorgen kurz vor 6.30 Uhr entdeckt. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich laut Medienmitteilung mehrere Angestellte und Gäste im Hotel. Sie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen: «Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen und mussten in Spitalpflege gebracht werden; 23 weitere Personen mussten sich mit Verdacht auf Raucheinwirkung in ärztliche Kontrolle begeben.» Nach bisherigen Erkenntnissen befinden sich nach Angaben der Untersuchungsbehörden keine Personen mehr im Hotel. Die Brandursache ist laut Medienmitteilung noch nicht geklärt und sei Gegenstand der eingeleiteten Ermittlungen. Bei der Schulanlage Ebnit-Gstaad soll am Sonntag, 26. Januar 2003 bis 16 Uhr eine Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige eingerichtet werden: «Telefonische Anfragen werden von der Kantonspolizei Bern in Saanen – Telefon 033 744‘78‘61 – entgegengenommen.»
Den rund hundert Angehörigen der Feuerwehr Saanen (Löschzüge Gstaad und Sannen) ist es laut Medienmitteilung gelungen, ein Übergreifen des Feuers auf ein Nachbargebäude zu verhindern: «Die Bewohner dieses Hauses mussten evakuiert werden; nach gut zwei Stunden hatten die Löschkräfte das Schadenfeuer unter Kontrolle.» Neben der Rettungsflugwacht und mehreren Ambulanzteams standen laut Medienmitteilung auch zwölf Angehörige des Samaritervereins Saanenland im Einsatz: «Die Sozialdienste der Gemeinde Saanen sorgten für eine Familie sowie mehrere Einzelpersonen für Notunterkünfte; der Verkehr wurde im Bereich des Schadenplatzes durch Angehörige der Gemeindepolizei Saanen umgeleitet.»
Berner Oberland News
Freitag, 31. Januar 2003
Brandursache im Hotel «Bellerive» in Gstaad geklärt
pkb/S. Eine unvorsichtig deponierte, noch glimmende Matratze hat am letzten Sonntag zum Brand des Hotels «Bellerive» in Gstaad geführt.
Ausgangspunkt des Brandes vom 26. Januar ist nach den Ermittlungen des Dezernats
Brände und Explosionen der Kantonspolizei Bern «unvorsichtiger Umgang
mit Raucherwaren im Korridor im Untergeschoss». Dort sei die Matratze
eines Liegesofas, die sich habe entzünden können, vermeintlich gelöscht
und anschliessend hinter der Liegenschaft deponiert worden. Durch unglückliche
Umstände habe sich der Glimmbrand weiter ausgebreitet und auf umliegenden
Kehricht übergegriffen: «In der Folge entwickelte sich ein offenes
Feuer, das dort deponierte Gasflaschen erfasste, was zu einem unkontrollierten
Gasaustritt führte.» Anschliessend habe das Feuer sehr rasch auf
das Gebäude übergreifen können. Der Brand am 26. Januar 2003
im Hotel «Bellerive» hat nach Angaben des Untersuchungsrichteramtes
IV Berner Oberland einen Sachschaden in Millionenhöhe verursacht